Paul Ernst Wilke (1894-1971) - malender Chronist und Lebenskünstler

Der Maler und Zeichner Paul Ernst Wilke (1894 - 1971) lebte in Bremerhaven und Worpswede. Über 4 Jahrzehnte war er einer der Lieblinge des Bremerhavener Kunstpublikums.

Unbeirrt von den Strömungen zeitgenössischer Kunst hielt der spätimpressionistisch inspirierte Wilke an gegenständlicher Malerei fest. Ihn interessierten vor allem Landschaften, Häfen und städtische Bauwerke.

So wurde er auch ein malender Chronist Bremerhavens, dem wir heitere Straßenszenen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg ebenso verdanken wie erschütternde Dokumente der Zerstörung nach dem Bombenhagel oder unzählige Hafenstücke. Zu seiner Vita gehört auch seine erste Ehe mit der Bremerhavenerin Lise-Lotte Bunnenberg, die später als Lale Andersen mit dem Lied von der „Lili Marleen“ weltberühmt wurde. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor.

Was neben seinem Atelier von Paul Ernst Wilke bleibt, sind die vielen lebendigen Erinnerungen an den sympathischen, attraktiven Bonvivant mit dem „Blick wie Gary Cooper, immer ein wenig gegen die Sonne“ (H. Freudenberger, Nordsee-Zeitung). Er war anderen Malern ein neidloser Kollege und für unzählige Freunde und Freundinnen ein Vorbild bohemehafter Lebenskunst.